Geschichte
Den zwei wahrscheinlichsten Entstehungstheorien über den Ursprung der Rasse zufolge, ist der Mastiff entweder eine urenglische Rasse, die ohne äußere Einflüsse in England entwickelt wurde oder ein Nachfahre der „Tibet-Dogge“ bzw. des „Tibet-Mastiff“. Diese riesigen Urahnen aller molossoiden Rassen aus dem mittelasiatischen Raum sollen von den Phöniziern als Handelsware nach Großbritannien gebracht worden sein, wo sie entweder mit einheimischen großen Hunden gekreuzt oder relativ rein weiter gezüchtet, die Urform des heutigen „Englischen Mastiff“ begründeten.
Auf Grunde seiner Größe und Stärke wurde der Mastiff sowohl in Großbritannien als auch auf dem europäischen Kontinent als Packer für wehrhaftes Wild aber auch als Kampf- und Kriegshund eingesetzt.
Im 17., 18. und 19. Jahrhundert mussten Hunde dieser Rasse in vielerlei Schaukämpfen gegen Mensch, Bär, Löwe und auch gegen eigene Artgenossen antreten.
Die beiden Weltkriege wirkten sich sehr ungünstig auf die Weiterentwicklung des Mastiff aus. Wegen des knappen Zuchtmaterials nach dem 1. Weltkrieg mußten sowohl Bernhardiner als auch Bulmastiff eingekreuzt werden. Der 2. Weltkrieg machte Rückimporte aus den USA und Kanada unumgänglich.